Wenn gleich drei Vetreter einer aktiven Galerie bei zwei Kunstbastlern anreisen, dann geht es wohl darum, zusammen eine mögliche Ausstellung auszumalen, anzudenken oder wie auch immer. Klar, Kunstbastler sind unberechenbar, laufen in alle möglichen Richtungen und sind in ihren Launen eher unstet. Dass sich aber gleich drei gestandene AusstellungsmacherInnen überrascht, um nicht zu sagen, entsetzt zeigen, wenn ihnen diese zwei Typen klassische Bilder und Zeichnungen eines traditionellen Malers aus ihrer reichhaltigen Sammlung präsentieren, um damit eine Verkaufsausstellung zu kreieren, ist doch befremdlich. Noch dazu, wenn die sorgfällgig vorbereitete und präsentierte Auswahl für die Galerie auch fundiert kommentiert und historisch eingeordnet wird. 'Fühle mich überfahren', 'passt nicht in unser Konzept', 'lebt der Künstler überhauupt noch', sind die einzigen Kommentare nach 15-minütiger Führung durch die Werke von Peter Maurer. Nichts über die Bilder selber, ob sie wenigstens gefallen, nichts, nada, niente! Das ist gelinde gesagt mager für jemanden, der dann als Resumé fragt: „Wieso habt ihr nicht, wie bei uns üblich, zuerst Fotos geschickt? Ich erkenne sofort auch auf Fotos, ob das grosse Kunst ist oder nicht.“ Bravo für diese Fähigkeit und Entschuldigung, dass wir Laien euer Vorgehen und Konzept nicht erahnt und mit einer Wahrsagerin recherchiert haben...